Bravo Rettungsteam! Wuppertaler Rettungsstelle lässt Hundetransport im Rettungswagen zu.

Kim K. mit Assistenzhund Mo und Finu

Kim K., lebt seit Jahren mit ihrer schweren Posttraumatischen
Belastungsstörung und Autismus. Zwei Assistenzhunde, der erfahrene Rüde Mo und der 19 Wochen alte Finu helfen ihr, das tägliche Leben zu meistern.
Am Donnerstag (07.02.) geriet das tägliche Leben aber aus den Fugen. Kim K. musste mit schweren gesundheitlichen Störungen durch einen Rettungswagen in die Wuppertaler Helios-Kliniken gebracht werden. Für Kim K., die Berührungen Fremder nicht erträgt, ein Alptraum und ohne ihre Hunde, die ihr dabei helfen, ihre Traumatisierung zu bewältigen, unvorstellbar.

In ihrer Not wandte sich Kim K. an den Vorsitzenden des Vereins Lichtblicke e.V.., Selbsthilfeverein der Assistenzhundeführer in Deutschland. Bert Bohla kontaktierte die zuständige Rettungsleitstelle und sprach mit dem Verantwortlichen die Besonderheiten und die notwendigen Einzelheiten des bevorstehenden Transports ab. Die Wuppertaler Leitstelle erkannte schnell, dass es hier um mehr ging, als darum zwei Schoßhündchen mitzunehmen und bewilligte den gemeinsamen Transport im RTW. Während des Transports
kümmerte sich das Rettungsteam und die beiden Vierbeiner gemeinsam um Kim K.. Auch die Helios-Klinik in Wuppertal akzeptierte die Begleitung der beiden Assistenzhunde und so konnten die anstehenden medizinischen Untersuchungen mit einer minimalen psychischen Belastung für Kim K. durchgeführt werden.

Der Dank gebührt den Wuppertaler Rettungskräften und der Helios-Klinik. Der Vorfall zeigt aber auch, wie wichtig ein bundeseinheitliches Gesetz ist, das die Anerkennung von Assistenzhunden regelt und in jeder Situation Rechtssicherheit für die Betroffenen schafft.

Foto:privat, Kim K. mit Assistenzhund Mo und Finu