Lichtblicke e.V. Verein zur Förderung des Blindenführhundwesens
Sehr geehrte Damen und Herren
der Klinikleitung, geehrte
Ärzte und Therapeuten,
liebes Pflegeteam,
ein jeder Mensch kann erkranken, ob weiß, ob schwarz, ob im Rollstuhl sitzend oder blind. Keiner ist gefeit gegen den Ausbruch von schweren Erkrankungen und deren Bekämpfung. Zum Genesungsprozess gehören im Allgemeinen auch Aufenthalte in Reha-Kliniken.
Wir (der Verein Lichtblicke e.V.) können uns nicht um alle kümmern, aber wir setzen uns für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen ein, die von einem medizinischen Hilfsmittel, dem Führhund, begleitet werden und auch während eines Reha-Aufenthaltes in einer Klinik auf ihr Hilfsmittel nicht verzichten können.
Bei einem Führhund handelt es sich um ein medizinisches Hilfsmittel, das vom Facharzt verordnet und von der Krankenkasse bewilligt - also notwendig - ist. Der Führhund hat eine spezielle Ausbildung genossen, die ihn für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen zu einem einzigartigen Helfer im Alltag werden lässt. So verfügt er über viele Fähigkeiten und hat Sonderrechte. Ein Führhund darf beispielsweise mit in Lebensmittelgeschäfte, Arztpraxen und Krankenhäuser.
Aufgrund von Betroffenheit in den eigenen Reihen müssen wir leider immer wieder feststellen, dass es durch Verunsicherung und Unwissenheit des Klinikpersonals zu massiven Problemen bei der generellen Aufnahme und dem Aufenthalt in Kurkliniken für blinde Patienten mit ihren Führhunden kommt.
Gerade in der fremden Umgebung einer Kurklinik sind sehgeschädigte Menschen orientierungslos und auf Hilfe angewiesen. Durch die Führarbeit ihres Hundes werden sie in die Lage versetzt, diese unbekannten und oft schwierigen, komplizierten Wege in und um eine Klinik eigenständig und sicher zu bewältigen und somit auch das Klinikpersonal zu entlasten.
Sicherlich stimmen Sie mit uns überein, dass blinde Patienten
- einen grundsätzlichen Anspruch auf eine Reha-Maßnahme haben,
- die freie Wahl der Reha-Klinik haben,
- die bestmöglichen Chancen zur Genesung haben sollten
- auch während eines Reha-Aufenthaltes auf die gewohnte Hilfe durch ihren Führhund nicht verzichten sollten!
Zur Verbesserung der Situation blinder Patienten bitten wir höflich um eine Rückantwort, in der Sie bestätigen, dass Sie blinde Menschen mit ihren Führhunden selbstverständlich behandeln und aufnehmen.
Hierzu füllen Sie bitte den unten stehenden Fragebogen aus und senden diesen per E-Mail an
rehamitfuehrhund@verein-lichtblicke.de
Des Weiteren bitten wir Sie um Erlaubnis, Ihre Klinik in die Liste der Reha-Kliniken eintragen zu dürfen, die neben dem blinden Patienten auch seinen Führhund mit aufnimmt. Diese Liste wird auf unserer Homepage www.verein-lichtblicke.de veröffentlicht und steht so jedem Führhundhalter zur Information zur Verfügung.
Für Ihre Mitarbeit bedanken wir uns im Voraus.
Lichtblicke e. V.
Verein zur Förderung des Blindenführhundewesens